Technische Hinweise - Fräsen – Wendeschneidplatten
Gegenüberstellung von 45-Grad- und 90-Grad-Planfräser
und Darstellung der Vor- und Nachteile
Für eine maximale Produktivität und ein problemloses Fräsen sollten Sie möglichst immer einen Fräser mit Einstellwinkel verwenden. Die Spandicke wird vom Einstellwinkel beeinflusst. Je größer der Einstellwinkel, desto dünner wird der Span.
Beispiel:
Einstellwinkel Vorschub pro Zahn Tatsächliche Spandicke
0 A A
45 A 0,707 x A
0 0,010" 0,010"
45 0,010" 0,707 x 0,010" = 0,0071"
Vorteile
- Gut ausgeglichene axiale und radiale Schnittkräfte
- Weniger Ausbrüche an Werkstückkanten
- Minimale Stoßbelastung beim Eindringen
- Geringere Radialkräfte auf die Spindellager
- Höhere Vorschubwerte möglich
- Geringes Rattern
Nachteile
- Reduzierte Schnitttiefe durch den Einstellwinkel
- Größerer Fräserdurchmesser kann Probleme mit dem Freiraum an der Spannvorrichtung verursachen
- Kein 90-Grad-Winkelfräsen möglich
- Kann zu Ausbrüchen oder Gratbildung an der Austrittseite führen
Technischer Hinweis Nr. 124 – 45-Grad- und 90-Grad-Planfräser
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ANSI Zoll S E K R 4 2 AF T N 6 G D P
- Die erste Stelle gibt die Form der Schneidplatte an.
- Die zweite Stelle gibt den Freiwinkel oder Spanwinkel der Schneidplatte an.
- Die dritte Stelle kennzeichnet ein Arbeitsmaß, mit dem die Wiederholbarkeit sichergestellt ist. Die Kennzeichnung gibt die Toleranz des Inkreises an und legt die Messtoleranz des Inkreises über den Schneideckenradius hinweg und die Dicke der Schneidplatte fest.
- Die vierte Stelle kennzeichnet die Geometrie und die Art des Spannsystems. Die Kennzeichnung gibt an, ob eine Lochung vorhanden ist, welche Form und Größe ggf. die Lochung aufweist, welche Form die Spanformstufe hat und ob es sich um eine ein- oder doppelseitige Wendeschneidplatte handelt.
- Die fünfte Stelle gibt die Inkreisgröße der Schneidplatte an.
- Die sechste Stelle gibt die Schneidplattendicke an.
i. T = Sechszehntelzoll-Schritte - Die siebte Stelle bezeichnet die Eckenausführung der Schneidplatte.
- Kennzeichnet die Schneidkantenausführung
i. F für Scharf
ii. E für Kantenverrundung
iii. T für Fase
iv. S für verrundete Fase - Die Kennzeichnung „N“ steht für neutralausgeführte, „R“ für rechtsausgeführte und „L“ für linksausgeführte Schneidplatte.
- Gibt die Fasenbreite der Schneidplatte an.
i. 2 – 0,0312"
ii. 3 – 0,0469"
iii. 4 – 0,0625"
iv. 6 – 0,0938" - Die elfte Stelle bestimmt die Größe der Schneidkantenausführung
i. L – Leicht scharf oder leicht verrundet oder mit Fase
ii. G – Allgemein mittlere Verrundung und/oder mit Fase
iii. H – Schwer – stark verrundet und/oder mit Fase - Spanwinkel
i. Winkel an Schneidplatte vor Installation
ii. N – 0 Grad, A – 3 Grad, B – 5 Grad, C – 7 Grad, P – 11 Grad,
iii. D- 15 Grad, E – 20 Grad, F – 25 Grad, G – 30 Grad - Zusatzinformation
i. J – Polierte Spanfläche
ii. P – Teilweise mit Fase
iii. W – Wiper-Wendeschneidplatte
Technischer Hinweis Nr. 127 – Kennzeichnung von Wendeschneidplatten zum Fräsen
Es gibt verschiedene Methoden, ein Werkstück mithilfe einer Z-Achsen-Eintauchfräse mit einer Nut zu versehen.
Laden Sie das PDF-Dokument herunter, und studieren Sie die technischen Informationen und Abbildungen.
Technischer Hinweis Nr. 132 – Nutenfräsen mit Z-Achsen-Eintauchfräse
Wenn ein Fräser mit Wendeschneidplatte eingesetzt wird und der radiale Eingriff weniger als 50 % des Fräserdurchmessers beträgt, muss der Vorschub angepasst werden, um die Spanungsdicke aufrechtzuerhalten.
Weitere technische Informationen und Abbildungen finden Sie im PDF-Dokument, das Sie herunterladen können.
Technischer Hinweis Nr. 144 – Vorschub bei reduziertem Fräsdurchmesser
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