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Unternehmensprofil

Unternehmensgeschichte

Der Anfang

Innovation, Ausdauer und ein offenes Ohr für die Kundenbedürfnisse sind die Merkmale, die für Kennametal seit der Unternehmensgründung kennzeichnend sind. Nach vielen Jahren der Forschung präsentierte der Metallurge Philip M. McKenna 1938 erstmals eine Wolfram-Titankarbidlegierung für Schneidwerkzeuge. Das Material stellte einen Produktivitätsdurchbruch in der Stahlbearbeitung dar. Die Werkzeuge von „Kennametal" schnitten schneller, hielten länger und vereinfachten dadurch die Metallverarbeitung im Automobil-, Flugzeug- und Maschinenbau. Mit dieser Erfindung gründete Philip M. McKenna die McKenna Metals Company in Latrobe im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das später in Kennametal umbenannte Unternehmen ist heute in der Metallbearbeitungsbranche weltweit führend. Der Firmensitz von Kennametal befindet sich noch immer in Latrobe.

Im ersten Geschäftsjahr brachte es die McKenna Metal mit damals insgesamt 12 Angestellten auf einen Umsatz von lediglich 30.000 US-Dollar. Doch der zweite Weltkrieg gab der US-Schwerindustrie enormen Auftrieb. Die Kriegswirtschaft bescherte Kennametal wegen der starken Nachfrage nach Werkzeugen einen Jahresumsatz von knapp 10 Mio. US-Dollar, während die Mitarbeiterzahl auf fast 900 hochschnellte.

Nach dem Ende des durch den Krieg verursachten Aufschwungs suchte Kennametal nach neuen Wegen, die Zähigkeit und Verschleißfestigkeit von Wolframkarbidlegierungen zu nutzen. Mitte der vierziger Jahre präsentierte die Firma als erstes Unternehmen Hartmetallwerkzeuge für den Bergbau, die zu der Entwicklung einer Maschine führten, die den kontinuierlichen Abbau möglich machte. Zudem entdeckte Kennametal Einsatzmöglichkeiten für Wolframkarbid bei anspruchsvollen Sonderanwendungen, in denen es besonders auf die Verschleißfestigkeit ankommt, beispielsweise bei Ventilen, Prägestempeln, Bohrspitzen und Schneepflugschaufeln.

Weltweites Wachstum

Von Anfang an setzte Kennametal auf den Aufbau einer globalen Präsenz. Philip M. McKenna verkaufte Patentrechte an britische Unternehmer, die später auch Kennametal of Canada gründeten. In den ersten fünf Jahren der Firmengeschichte betrug der Exportumsatz über 2,5 Mio. US-Dollar. 1955 verfügte Kennametal schon über Vertretungen in 19 Ländern. Die europäische Fertigung begann 1957 mit einem Joint-Venture in Italien. Bald darauf folgten ein weiteres Joint-Venture in Großbritannien sowie ein deutsches Vertriebsunternehmen. Zwischen 1972 und 1981 wuchsen die im Ausland erzielten Umsätze von 17 auf 34 Prozent der Gesamtumsätze.

1993 übernahm Kennametal die deutsche Hertel AG, einen in Europa und weltweit tätigen Werkzeugmaschinenhersteller mit Sitz in Fürth. Dies ermöglichte dem Unternehmen einen effektiveren Auftritt auf dem westeuropäischen Markt, besseren Zugang zu den Schwellenmärkten in Osteuropa sowie zusätzliche Produktreihen im asiatisch-pazifischen Raum. Die Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Bereich wurden um Joint-Ventures für die Fertigung von Bergbauwerkzeugen in China und ein Metallbearbeitungswerk in Shanghai erweitert. 2002 übernahm Kennametal Widia, den führender Hersteller und Anbieter von Werkzeugen für die Metallbearbeitung in Europa und Indien. Zu weiteren Übernahmen, mit denen Kennametal die Positionierung des Unternehmens weltweit verbesserte, gehören Conforma Clad Inc., führender Anbieter von Komponenten für hochwertige Verschleißlösungen, und die Extrude Hone Corporation, Anbieter marktführender Systemlösungen für die Fertigung metallischer Präzisionsteile.

Technisch führend

Kennametal wurde aufgrund eines technischen Durchbruchs gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen seine anhaltende Innovationsfähigkeit mit einer beeindruckenden Liste von Meilensteinen unter Beweis stellen.

1946 führte das Unternehmen die Produktreihe Kendex ein - mechanisch gehaltene Wendeschneidplattensysteme für schnellere Werkzeugwechsel und präzisere Bearbeitung.

Kennametals patentierter Thermit-Prozess für die Fertigung von schlagzähem makrokristallinen Wolframkarbid ist noch heute das beste Verfahren für die Fertigung extrem zäher Werkzeugmaterialien für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel dem Bergbau.

1964 führte Kennametal die Wolframkarbid-Reifenspikes Kengrip ein. Auch wenn Spikes die Verkehrssicherheit bei winterlichen Straßenverhältnissen deutlich erhöhen, wurde ihre Rolle beim Verschleiß der Straßen zunehmend kontrovers diskutiert. Nachdem der Gebrauch solcher Spikes gesetzlich eingeschränkt wurde, zog sich Kennametal 1977 aus der Branche zurück.

Marktführer bei der Entwicklung des Siliziumnitrit-Keramik-Schneidstoffs „Sialon" für die Fertigung von Raumfahrtmaterialien

Führend bei der Entwicklung kobaltangereicherter Substrate für beschichtete Wendeschneidplatten, der kommerziellen Nutzung PVD-beschichteter Sinterkarbid-Schneidwerkzeuge und der wirtschaftlichen Herstellung diamantbeschichteter Hartmetallschneidplatten

Führend bei der Entwicklung eines Schnellwerkzeugwechselsystems, das noch heute unerreichte Vielseitigkeit, Schnelligkeit und Präzision bietet

Die technische Marktführerschaft des Unternehmens sichert Kennametal mit Hilfe des 30 Millionen Dollar teuren Technologie Centers am Kennametal-Firmensitz in Latrobe, Pennsylvania. Unterstützt wird es durch weitere Forschungszentren in Rogers im US-Bundesstaat Arkansas, Bedford im US-Bundesstaat Pennsylvania, Evans im US-Bundesstaat Georgia, sowie in Fürth und Essen in Deutschland, Shlomi in Israel und Bangalore in Indien. Diese Forschungszentren sind auf die Entwicklung von Sonderanfertigungen für Kunden spezialisiert.

In den letzten drei Jahren wurde Kennametal von APQC, einer gemeinnützigen Organisation und international anerkanntem Marktführer für Benchmarking, Wissensmanagement sowie Mess- und Qualitätsprogramme, in der Klasse Produktentwicklung und Portfolio-Managementprozesse zum „Best-Practice Partner For Excellence in Our World" ernannt.

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