Häufig gestellte Fragen
Die Schnittgeschwindigkeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der sich die Werkstückoberfläche am Kontaktpunkt an der Schneide des Werkzeugs vorbeibewegt. Beim Drehen steht das Schneidwerkzeug still, während sich das Werkstück dreht. Die Schnittgeschwindigkeit richtet sich daher danach, wie schnell sich die Außenfläche des rotierenden Werkstücks an der feststehenden Schneide vorbeibewegt. Sie dient zur Berechnung der Spindeldrehzahl (U/min) und hat direkten Einfluss auf die Standzeit, die Wärmeentwicklung und die Oberflächengüte.
Die theoretische Oberflächengüte wird anhand der Vorschubrate (Zoll pro Umdrehung) und des Eckenradius berechnet. Diese Größen bestimmen die Rauigkeit, die das Schneidwerkzeug auf der Werkstückoberfläche hinterlässt. Grundsätzlich führen größere Eckenradien und ein geringerer Vorschub (Zoll pro Umdrehung) zu einer besseren Oberflächengüte. Der Kennametal-Rechner für die Oberflächengüte beim Drehen kombiniert diese Variablen, damit Sie schnell die optimalen Startparameter für Ihre Anwendung ermitteln können.
Die tatsächliche Oberflächengüte kann aufgrund der folgenden Faktoren von den theoretischen Werten abweichen:
- Schnittgeschwindigkeit (SFM) und Wärmeentwicklung
- Werkzeugverschleiß und Schneidkantenzustand
- Aufbauschneidenbildung (BUE)
- Steifigkeit der Maschine und Rattern
- Werkstoffeigenschaften
Für die Berechnung der Schnittgeschwindigkeit bzw. Surface Feet per Minute (SFM) müssen der Werkzeugdurchmesser und die Spindeldrehzahl berücksichtigt werden. Multiplizieren Sie den Werkzeugdurchmesser mit der Spindeldrehzahl und teilen Sie das Ergebnis anschließend durch 3,82 (Branchenstandard).
